Leseprobe

Flohbefall beim Hund - erkennen und bekämpfen

Flöhe zählen biologisch gesehen zu den Insekten. Obwohl unsere Hunde meistens vom Katzenfloh (Ctenocephalides felis) heimgesucht werden, kommt gelegentlich auch ein Befall mit anderen Gattungen wie etwa dem Hunde-, Igel- oder Menschenfloh vor. Flöhe leben eben nicht ausschließlich wirtsbezogen und schmarotzen somit auf verschiedenen Tieren und letztendlich auch auf dem Menschen. Auf der einen Seite sind die Blutsauger gefürchtet, da sie Krankheiten übertragen – das berühmteste Beispiel ist wohl die Pest –, auf der anderen Seite belustigen und beeindrucken sie uns durch ihre im Verhältnis zur Körpergröße gewaltige Sprungkraft – etwa im Flohzirkus. Der folgende Artikel soll über die Lebensweise und medizinischen Gefahren aufklären, die diese Parasiten mit sich bringen.

 

Wie bekommt mein Hund Flöhe?

Ziemlich einfach – so ist ein Kontakt mit Artgenossen oder anderen Haustieren/Wildtieren ausreichend, um den bewegungsstarken Parasiten zu übertragen. Das dritte der drei Beinpaare ist als Sprungbein ausgebildet, was den Floh bis zu 30 Zentimeter hoch und 50 Zentimeter weit hüpfen lässt. Demzufolge ist es für ihn ein Leichtes, beim gemeinsamen Gassigang oder Spielen im Park von einem Hund auf den nächsten zu gelangen. Eine andere Ansteckungsgefahr lauert an Orten, die Eier, Larven oder Puppen der Flöhe beherbergen, dort müssen keine Lebewesen anwesend sein. Von toten oder verendeten Tieren geht übrigens kaum Gefahr aus – dort fühlen sich die Flöhe nicht mehr wohl und verschwinden sehr rasch.

 

Der Entwicklungszyklus

Die weiblichen Parasiten beginnen 24–48 Stunden nach der Blutmahlzeit mit der Ablage der Eier. Diese sind in etwa einen halben Millimeter groß, oval, porzellanfarben und von weicher Konsistenz. Das Katzenflohweibchen kann bis zu 100 Tage lang Eier (max. 50/Tag) verteilen. Somit produziert es doch eine beachtliche Menge an Eiern, welche nicht etwa im Fell unserer Hunde haften bleiben, sondern in die Umgebung des Vierbeiners abfallen. In Abhängigkeit von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit schlüpfen nach etwa vier bis zwölf Tagen weiße Larven.

 

Mehr zum Thema "Flohbefall beim Hund" lesen Sie im Heft ab Seite 6.